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Journal · Preise

5 Min · Stand 2026

Ehrlich beantwortet, bevor Sie fragen.

Was kostet ein Markensystem?

Ein reines Logo bekommen Sie ab ein paar hundert Euro; ein tragfähiges Markensystem für ein Unternehmen liegt am Markt meist im vierstelligen, bei größerem Umfang im niedrigen fünfstelligen Bereich. Die enorme Spanne kommt nicht von Willkür, sondern davon, dass „Marke" sehr Unterschiedliches meinen kann — von einer einzelnen Bilddatei bis zu einem System, das jahrelang jede Anwendung trägt. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern was Sie dafür bekommen.

Zur Orientierung

Als grobe Markt-Orientierung (keine Fixpreise, jedes Projekt ist anders): eine einzelne Logo-Datei vom Freelancer ab ~300–1.500 €; ein solides Markensystem für ein KMU — Zeichen, Farb- und Schriftsystem, Regeln, erste Anwendungen — meist ~3.000–10.000 €; umfangreiche Systeme mit vielen Anwendungen darüber. Ein seriöses Angebot nennt nicht nur eine Zahl, sondern den Umfang dahinter.

Markt-Orientierung, kein Angebot. Was für Ihr Vorhaben sinnvoll ist, klären wir im Gespräch.

Warum „Logo für 50 €" fast immer teurer wird

Ein Zeichen für ein paar Euro ist verlockend — und meist die teuerste Variante, nur später. Es kommt ohne durchdachte Schrift, ohne Farbregeln, ohne Varianten für kleine Größen oder Schwarzweiß, oft ohne offene Dateien. In dem Moment, in dem Sie eine Verpackung bedrucken, eine Website bauen oder eine Anzeige schalten wollen, fehlt das halbe Fundament — und Sie zahlen ein zweites Mal, um es nachzuziehen. Ein System kostet vorn mehr und spart hinten das Doppelte.

Wofür Sie beim „System" eigentlich bezahlen

Der sichtbare Teil ist das Zeichen. Der wertvolle Teil ist alles drumherum: eine Farbwelt mit fester Bedeutung, eine abgestimmte Typografie, klare Regeln, wie das alles zusammenspielt — und ein kurzes Regelwerk, mit dem auch Ihre Druckerei, Ihr Team oder eine spätere Agentur die Marke richtig einsetzt. Damit sieht Ihr Unternehmen überall gleich aus und wirkt größer und verlässlicher, als es vielleicht noch ist.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

Ein gutes Angebot beginnt mit Fragen, nicht mit einer Zahl. Es beschreibt den Umfang (was genau entsteht), die Zahl der Abstimmungsrunden, was Sie am Ende an Dateien und Rechten bekommen — und es sagt ehrlich, was NICHT dabei ist. Wenn Sie zwei Angebote vergleichen, vergleichen Sie nie die Preise, sondern die Leistungsverzeichnisse. Der billigere kann der teurere sein.

Was Sie vor dem Gespräch selbst klären können

Drei Dinge helfen jedem Gestalter, Ihnen ein ehrliches Angebot zu machen: Wo taucht Ihre Marke überall auf (nur online, oder auch auf Produkt und Verpackung)? Wie schnell wollen Sie wachsen — reicht etwas für jetzt, oder soll es fünf Jahre tragen? Und was ist schon da (Name, grobe Idee, Vorlieben)? Je klarer das ist, desto weniger zahlen Sie für Umwege.

Was den Preis wirklich treibt

  • Umfang: nur ein Zeichen — oder ein System aus Farben, Schrift, Regeln und Anwendungen?
  • Tiefe der Vorarbeit: wird auf Zuruf gestaltet oder mit Recherche und Strategie begründet?
  • Zahl der Anwendungen: Visitenkarte und Website sind schnell gemacht; Verpackung, Messestand, App und Fahrzeug sind eigene Aufgaben.
  • Revisionsrunden und Betreuung: wie oft wird abgestimmt, wie lange ist jemand ansprechbar?
  • Erfahrung des Gestalters: ein Studio mit Portfolio kostet mehr als eine Nebentätigkeit — und macht meist weniger teure Fehler.

Rote Flaggen

  • Ein Festpreis, bevor überhaupt über Ihr Unternehmen gesprochen wurde.
  • Ein „Logo-Paket" ohne jede Regel zur Anwendung — dann steht das Zeichen, aber niemand weiß, wie es zu benutzen ist.
  • Unbegrenzte Revisionen als Verkaufsargument: gute Gestaltung kommt aus Begründung, nicht aus Endlosschleifen.
  • Keine offenen Dateien / keine Nutzungsrechte im Angebot — dann gehört Ihnen Ihre eigene Marke nicht richtig.

Frage beantwortet?

Wenn Sie weiterdenken wollen: Schildern Sie kurz Ihr Vorhaben — Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, keinen Verkaufstermin.

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